Freitag, 8. August 2008

"Kleine" Propheten


Vor einiger Zeit habe ich mal wieder begonnen die sogenannten kleinen Propheten zu lesen. ich habe mit Hosea begonnen. Und auch hier bin ich immer wieder über Verse gestolpert, die mich an meine derzeitige Situation in der Kirche erinnern. In Kapitel 2 heißt es:
7 Ihre Mutter ist eine Hure, und die sie getragen hat, treibt es schändlich und spricht: Ich will meinen Liebhabern nachlaufen, die mir mein Brot und Wasser geben, Wolle und Flachs, Öl und Trank.
Israel lässt sich auf Götzendienst und falsche Freunde ein, damit „scheinbar“ sein Wohlstand gesichert ist. Ein ähnliches Gefühl habe ich derzeit, was meine Tätigkeit in dieser Kirche angeht. Tue ich meinen Dienst in dieser Kirche , obwohl ich um ihre „Mißstände“ und teilweise Irrlehre weiß, nur um meinem Lebensunterhalt zu sichern? Wie weit bin ich bereit „Kompromisse“ einzugehen, um der Versorgung meiner Familie wegen?
Gilt für mich auch Vers 9b?
Ich will wieder zu meinem früheren Mann gehen; denn damals ging es mir besser als jetzt.

Muss ich mich von meinen jetzigen Versorgern (der Kirche) abwenden und mich wieder voll und ganz auf meinen HERRN verlassen? Bin ich bereit das zu tun? Wenn ich ehrlich bin, habe ich Angst davor. Ich merke wie sehr Mammon mich gefangen genommen hat in Schulden und Ängsten vor mangelnder Versorgung.

16 Darum siehe, ich will sie locken und will sie in die Wüste führen und freundlich mit ihr reden. 17 Dann will ich ihr von dort her ihre Weinberge geben und das Tal Achor1 zum Tor der Hoffnung machen. Und dorthin wird sie willig folgen wie zur Zeit ihrer Jugend, als sie aus Ägyptenland zog.

Innerlich fühle ich mich wie auf dem weg in die Wüste. Verdorrt, ausgelaugt, durstig nach geistlichem Leben. Ist das das Locken Gottes? Soll ich im Vertrauen auf ihn, den Schritt ins Ungewisse gehen?

21 Ich will mich mit dir verloben für alle Ewigkeit, ich will mich mit dir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Barmherzigkeit. 22 Ja, in Treue will ich mich mit dir verloben und du wirst den HERRN erkennen.

Das ist Gottes Zusage. Ich bete um Gewissheit, was unseren Weg angeht. Habe aber das „dumpfe“ Gefühl (auch wenn ich Angst davor habe), dass ich diesen Weg im Glauben gehen muss.
Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben!








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