Mittwoch, 13. August 2008

Propheten 3


Weiter geht es bei Hosea im Kapitel 5. Den Priestern und dem König wird gesagt:

Ihr habt die Aufgabe, das Recht zu wahren! Doch ihr seid wie eine tödliche Falle in Mizpa, wie ein Netz, mit dem man auf dem Berg Tabor Vögel fängt! 2 Den Bund, den ich mit euch geschlossen habe, habt ihr verraten. Aber nun habt ihr eure Gottlosigkeit zu weit getrieben! Darum werde ich euch alle bestrafen!
So kommt mir die Kirche immer mehr vor. Die Menschen werden mit Irrlehren und humanistischem Geschwätz in die Falle gelockt („Macht euch keine Gedanke, Gott hat euch alle lieb, Gott lebt in jedem Menschen.“).
4 Sie sind so in ihre Schuld verstrickt, dass sie nicht mehr zu mir umkehren können. Sie haben nur noch ihren Götzendienst im Sinn, sie erkennen nicht, dass ich der Herr bin!
Die leitenden „Theologen“ sind so sehr in ihre Lehren verstrickt, dass sie gar nicht mehr merken, wie sehr sie damit an Gott vorbei reden und leben.

In Kapitel 6 heißt es:
6 Wenn jemand mir treu ist, so ist mir das lieber als ein Schlachtopfer. Und wenn jemand mich erkennen will, freut mich das mehr als jedes Brandopfer!"
Ich will Jesus treu sein, ich wünsche mir, dass er mich immer mehr verändert in sein Bild. Auch wenn wahrscheinlich wieder harte Zeiten auf uns zukommen, wenn ich nicht länger für diese Kirche arbeite, will ich darauf vertrauen, dass ER zu seinem Wort steht und segnet wenn wir ihm treu sind.

In Kapitel 7 geht es mit den Gerichtsworten weiter:

Vers 10
So spricht Israel sich in seinem Hochmut selbst das Urteil. Denn mich, den Herrn, ihren Gott, suchen sie nicht, sie wollen trotz allem nicht zu mir umkehren!

Vers 13b
Warum sollte ich sie noch retten? Sie verbreiten ja doch nur Lügen über mich.

Einerseits wird der Eindruck immer stärker, dass ich diese Kirche verlassen muss, andererseits hab ich auch einen ziemlichen Bammel davor wie es weitergeht. Sowohl was unsere Versorgung angeht (Hartz IV oder säkulärer Job und Stelle für meine Frau) als auch was mein Verhältnis zu meinem Pastor hier vor Ort angeht. Würde mich gerne, zumindest ehrenamtlich weiter hier in die Ortsgemeinde einbringen und das persönliche Verhältnis zu ihm weiter pflegen. Weiß aber nicht, wie er auf einen solchen Schritt von mir reagieren würde.


Ermutigend war der Text, der am 12.Juni 2008 im Konstanzer Kalender (PC Version) stand:
Gott hört das Schreien. Gott hört das Rufen. Gott sieht das Elend und die Not, die Unterdrückung und die Lasten. Schon bevor sich Menschen an Gott wenden, hat er das Schreien der Notleidenden gehört und ihr Flehen gesehen. Diese Antwort Gottes, die Mose vernimmt, ist zur prägenden Erfahrung Israels geworden: Gott ist einer, der das Schreien hört und aus der Not herausführt. Das ist eine der schönsten Geschichten der Bibel.
Immer wieder neu erweist sich der lebendige Gott als der, der unsere Not sieht und unsere Sorgen hört. "Ich habe deinen Konflikt schon längst gesehen und ich stehe dir bei", sagt uns der barmherzige Gott. Wir dürfen uns ihm anvertrauen und uns von ihm leiten und führen lassen.
Ich muss wieder neu lernen darauf zu vertrauen, dass ER der Gott ist, der unsere Not sieht und unsere Sorgen hört. ER wird uns leiten und führen, auch wenn wir jetzt noch nicht sehen wo es hinführen wird.



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